Sexologie an deutschen Schulen zu unterrichten?

Sexologie an deutschen Schulen zu unterrichten?

Psychologen aus den meisten Ländern der Welt befürworten die Einführung von Sexologie als Pflichtfach in der Schule. Eines der ersten Länder, denen dies gelang, war Deutschland. Und obwohl diese Nachricht in der Weltgemeinschaft zur vielen negativen Emotionen geführt hat, hält das Bundesministerium für Bildung dies für eine Naturwissenschaft.

Aus psychologischer Sicht impliziert die Wissenschaft der Sexualwissenschaft eine umfassende Untersuchung der Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau. Dieser Aspekt umfasst sowohl die persönliche Sexualität als auch Versuche, die Sexualität anderer Menschen zu untersuchen. Darüber hinaus zeigt die Sexologie ein ziemlich umfangreiches Wissen über sexuelle Anomalien.

Die moderne Sexologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das die Methoden einer Reihe verwandter Disziplinen nutzt u.a. Biologie, Medizin, Psychologie, Statistik, Epidemiologie, Pädagogik, Soziologie, Anthropologie und manchmal Forensik.

Sexologie beschäftigt sich mit der Entwicklung der Sexualität und der Entstehung des sexuellen Kontakts, einschließlich der Techniken des Geschlechtsverkehrs und Störungen des Genitalbereichs. Forscher dokumentieren die Sexualität einer Vielzahl sozialer Gruppen.

Besonderes Augenmerk wird auf die sexuelle Aktivität von Menschen mit körperlichen Behinderungen und älteren Menschen gelegt.

Es kann seltsam erscheinen, aber je nach dem Verständnis der wichtigsten Sexualwissenschaften hängen die sexuelle Gesundheit eines Menschen und seine Lebenssucht im Sex ab.

Die Wissenschaft der Sexologie hilft einer Person, sich selbst zu bestimmen, zu verstehen, ob der sexueller Aktivitätsweg heterosexuell oder homosexuell ist.

Nach der Meinung vieler Experten muss die Sexologie von der Schule an in die Wissenschaft eingeführt werden. Zur Behandlung von erektiler Dysfunktion wird Viagra für Männer verwendet.

Kinder sollten ab einem frühen Alter in den Bereich der Beziehungen zwischen Männern und Frauen eingeführt werden. Denn Kinder in der Oberschule haben bereits ihre eigenen Ideen zum Thema Sex, daher verhalten sie sich vulgär und lachen über das, was der Lehrer sagt. Daher sollte die Sexologie ab der unteren Klassen in der Schule eingeführt werden.

Es gibt pädagogische Literatur für die Kleinsten darüber, wie ein Kind geboren wird. Und wenn dieses Thema schon in jungen Jahren kompetent präsentiert und im Erwachsenenalter vertieft wird, dann ist das eine gute Idee.

Experten sind sich sicher, dass die Notwendigkeit der Sexualerziehung in der Schule auch dadurch bedingt ist, dass viele Eltern nicht wissen, wie sie mit Kindern über dieses Thema sprechen sollen, und dass die Informationen, die Schüler selbst finden, häufig falsch und nicht korrekt sind.

Ein einfaches Beispiel: Denken Sie daran, wie Sie etwas über Sex und die Beziehung zwischen Mann und Frau gelernt haben. Die meisten von uns werden sich nicht einmal erinnern, wann es es war. Dies wird einfach erklärt – das wurde uns nicht beigebracht. Die ältere Generation wusste alles auf eigene Faust. Und wann würden die ersten Erfahrungen mit wichtigen Informationen gemacht,  werden die meisten von uns nicht einmal erinnern.

Die Einführung eines Sexologieunterrichts in den Schulen ist nicht nur die richtige Lösung für das Problem des Informationsmangels. Es ist auch ein guter Weg, um die Entwicklung von Genitalinfektionen und die verschiedenen Folgen von ungeschütztem Sex zu reduzieren. Sexologie ist ja in erster Linie eine beschreibende Wissenschaft. Was über alles spricht, was mit sexuellen Beziehungen zu tun hat, inklusive negativen Seiten.

Wenn dem Kind die möglichen Folgen ungeschützten Geschlechts richtig mitgeteilt werden, kann es die Gefahr rechtzeitig erkennen und konzentriert sich auf den Schutz.

Um zu verstehen, warum dies wichtig ist, werden wir einige Daten aus offiziellen Statistiken bereitstellen:

  • In Deutschland steigt die Infektionsrate mit Syphilis seit 2010 an. Im Jahr 2015 waren es 8,5 von 100.000 Menschen. Im Jahr 2019 sind dies mehr als 20 Personen pro 100.000 Einwohner
  • Ungefähr 76% der Erwachsenen benutzen Kondome nicht gern zum Geschlechtsverkehr aber mach es regelmäßig. Etwa 20% verwenden Kondome nicht regelmäßig.
  • Ungefähr 2,5% der Menschen haben noch nie Kondome benutzt, selbst wenn sie Sex mit einem neuen Partner hatten
  • HIV und Gonorrhö sind nach wie vor die häufigsten Krankheiten bei jungen Menschen
  • Die Anzahl homosexueller Kontakte ist in den letzten 10 Jahren um ca. 5% gestiegen
  • Seit 2010 ist die Anzahl unerwünschter Schwangerschaften bei Jugendlichen um 8% gestiegen.

All diese Daten weisen darauf hin, dass modernen Jugendlichen Kenntnisse und Fähigkeiten im sexuellen Bereich fehlen. Die Wissenschaft der Sexologie an deutschen Schulen wird ihnen diese ersten Erfahrungen vermitteln. Obwohl die Öffentlichkeit dieser Initiative skeptisch gegenübersteht, wird dies auf lange Sicht zur guten Ergebnissen führen. Wenn Sie Ihre Gesellschaft gesund, gebildet und ohne Verzerrung sehen möchten, ist es die Zeit, über die sexuelle Aufklärung von Kindern nachzudenken.


Der Artikel wurde von einem lizenzierten Urologen Christian Wagner geschrieben.

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